KURZ­FILM­FES­TI­VAL Nº 12 — 2018

Eine Aus­wahl aus den Fil­men des Deut­schen Wettbewerbs.

FEST

Niki­ta Diakur

Deutsch­land 2018, 3′, Ani­ma­ti­ons­film, kei­ne Dialoge

Musik & Ton: David Kamp

Eine Block­par­ty in der Vor­stadt. Ein Rave, eine Droh­ne, Bar­be­que und Eis­creme. Dann ein Stunt. Von You­Tube inspi­riert und simuliert. 

CAT DAYS

Jon Fri­ckey

Deutsch­land 2018, 11′, Ani­ma­ti­ons­film, Japa­nisch mit eng­li­schen UT

Musik: Gold­fi­sh und Sato­ko Shibata
Ton: David Kamp

Der klei­ne Jiro fühlt sich krank. Sein Vater bringt ihn zur Ärz­tin. Ihre Dia­gno­se ist zwar harm­los, rüt­telt aber an der Iden­ti­tät des Jungen. 

New Aes­the­tic wid­met sich neu­en Ent­wick­lun­gen des Fil­me­ma­chens. Das Pro­gramm zeigt Fil­me, die unser Leben in der digi­ta­len Welt for­mal oder inhalt­lich reflektieren.

SOFT CRASH

Alan War­bur­ton

UK 2016, 6′, Ani­ma­ti­ons­film, Eng­lisch ohne UT, Festival-Premiere

Ton: Mus­ta­fa Bal

„Soft Crash“ ist eine Medi­ta­ti­on über die Finanz­kri­se von 2008, die anschlie­ßen­den Ret­tungs­schir­me für Ban­ken, Aus­teri­tät und die jüngs­ten Trends zur natio­na­len Iso­la­ti­on. Eine visu­el­le Aus­ar­bei­tung eines neo­li­be­ra­len End­spiels, in dem Wohl­stand und Macht in einem geschlos­se­nen Sys­tem für das 1 % verbleiben. 

I WILL SAY WHA­TE­VER YOU WANT IN FRONT OF A PIZZA

Sebas­ti­an Schmieg

Deutsch­land 2017, 12’30“, Ani­ma­ti­ons­film, Eng­lisch ohne UT, Festival-Premiere

Pro­duk­ti­on: unter­stützt durch die Aka­de­mie Schloss Solitude

„I Will Say Wha­te­ver You Want In Front Of A Piz­za“ ist eine spe­ku­la­ti­ve Pre­zi-Prä­sen­ta­ti­on, die aus der Per­spek­ti­ve eines Cloud-Arbei­ters von digi­ta­ler Arbeit, dem Ver­schmel­zen von Mensch und Soft­ware und der Mög­lich­keit von Inter­ven­tio­nen in algo­rith­mi­schen Sys­te­men erzählt. Wäh­rend Tech­no­lo­gie oft als Erwei­te­rung unse­rer Kör­per beschrie­ben wird, erkun­det die­se Erzäh­lung das Gegen­teil: digi­ta­le Arbei­ter als Software-Erweiterungen.

GUI­DED MEDITATION

Sam Lavi­g­ne

USA 2016, 4′, Expe­ri­men­tal­film ohne Dialoge

Die Ritua­le der Prä­si­dent­schafts­wahl wer­den zu einer geführ­ten Medi­ta­ti­on, dar­ge­bo­ten von den Kan­di­da­ten im Diens­te ihrer Selbst­wer­dung, als Erneue­rungs- und Selbst­hei­lungs­pro­zess der herr­schen­den Klas­se. „Ähms“ wer­den „Omm­ms“ und poli­ti­scher Jar­gon wird zu hei­len­den Wör­tern. Eine Auf­trags­ar­beit des DIS Magazine. 

ADVER­TI­SERS ADS

Sam Lavi­g­ne

USA 2018, 0’30“, Expe­ri­men­tal­film, Eng­lisch ohne UT, Festival-Premiere

Ein auto­ma­tisch erstell­ter Super­cut von allen Erwäh­nun­gen der Wör­ter „Adver­ti­sers“ und „Ads“ wäh­rend Mark Zucker­bergs Aus­sa­ge vor dem ame­ri­ka­ni­schen Senat.

LEGEN­DA­RY REALITY

Jon Raf­man

Kana­da 2017, 15’30“, Expe­ri­men­tal­film, Eng­lisch ohne UT, Deutschlandpremiere

Die­ser Sci-Fi Film-Essay zeigt die Erin­ne­run­gen eines Erzäh­lers, der in sei­nem eige­nen Kopf gefan­gen ist. Mit einer non­linea­ren Struk­tur, die Träu­me und Erin­ne­run­gen ver­bin­det, schafft Raf­man eine Stream-of-con­scious­ness-Medi­ta­ti­on über Kunst, Iden­ti­tät und Zeit, die sich stark auf Leo­nard Cohen beruft. Der Film ver­mischt digi­tal ver­än­der­te Fotos und 3D-Land­schaf­ten aus Video­spie­len um die rät­sel­haf­te Rei­se der See­le eines Man­nes zu erzählen. 

ARMA­GED­DON 2

Corey Hug­hes

Cuba/USA 2017, 5′, Spiel­film, Eng­lisch ohne UT

Pro­duk­ti­on: Black Fac­to­ry Cinema

Das Inter­net auf Kuba ist sehr lang­sam. Fil­me, Seri­en und Infor­ma­tio­nen wer­den über einen Medi­en-Schwarz­markt ver­brei­tet, auf exter­nen Fest­plat­ten, auch bekannt als „el paquete semanal“. 

Best of Fes­ti­vals — Preis­trä­ger­fil­me aus aller Welt

FAUVE (BEAST)

Jere­my Comte

Kana­da 2018, 16’30“, Spiel­film, Fran­zö­sisch mit eng­li­schen UT, NRW-Premiere

Bild­ge­stal­tung: Oli­vi­er Gossot
Musik: Bri­an D’Oliveira
Ton: Lau­rent Ouellette
Pro­duk­ti­on: Maria Gra­cia-Tur­ge­on, Evren Boisjoli

In einem Tage­bau stei­gern sich zwei Jungs in einen schein­bar unschul­di­gen Macht­kampf, wäh­rend Mut­ter Natur als ein­zi­ge zusieht. 

Shorts On Wheels — eine Fahr­rad­tour der beson­de­ren Art, an aus­ge­wähl­ten Orten hal­ten wir an und machen wei­ße Wän­de zu Leinwänden.

ERO­DI­UM THUNK

Win­s­ton Hacking

Kana­da 2018, 3’, Expe­ri­men­tal­film, ohne Dia­lo­ge, Deutschlandpremiere

Musik: Andrew Zukerman

The film was made spe­ci­fi­cal­ly for a group show in Vien­na (cura­ted by Clint Enns and Madi Pil­ler) tit­led From A to Z, that reflects on Miche­al Snow’s 1956 ani­ma­ted film of the same name, and his mul­ti­pli­ci­ty of approa­ches which flu­id­ly tran­si­ti­on bet­ween media and form.  It is an end­less bar­ra­ge of hyper­lin­ked cable tele­vi­si­on com­mer­cials. With equal doses of sati­re and nost­al­gia, the pro­mi­sed plea­su­res of late con­su­mer capi­ta­lism are deco­n­struc­ted through a con­tem­pora­ry form of détournement.

THOUGH DIA­RY

Dani­el Koren

USA 2018, 3’, Video-Essay, Englisch

Bild­ge­stal­tung: Ofer Levy, Nadav Pes­sach, Tom Rizzuto

Insi­gni­fi­cant reflections.

Köl­ner Fens­ter - die­ser Wett­be­werb gibt einen Über­blick über das aktu­el­le Schaf­fen in Köln ansäs­si­ger Fil­me­ma­che­rIn­nen und in Köln pro­du­zier­ter Filme.

TIGER­SPRUNG

Boaz Kaiz­man

Deutsch­land 2017, 27′, Doku­men­tar­film, Deutsch mit eng­li­schen UT, Deutschlandpremiere

Buch: Peter Rosen­thal, Mar­cus Seibert
Pro­duk­ti­on: Mar­cus Seibert 

Der jüdi­sche Bahn­rad­ma­na­ger Ernst Ber­li­ner, der den Krieg in den Nie­der­lan­den über­leb­te, kehrt 1966 nach Köln zurück, um den Tod sei­nes Schütz­lings Albert Rich­ter auf­zu­klä­ren. Rich­ter starb 1940 im Gesta­po-Gefäng­nis Lör­rach. Die deut­sche Jus­tiz ist nicht bereit, ein Ver­fah­ren zu eröffnen. 

SHADOW ON RAILING

Jeayoung Koh

Deutsch­land 2018, 6′, Expe­ri­men­tal­film ohne Dia­lo­ge, Weltpremiere

Musik: Leon Maxi­mil­li­an Brückner

Schein­wer­fer von Autos wer­fen Schat­ten auf das Gelän­der einer Brü­cke. Aus die­sem ein­fa­chen Motiv ent­wi­ckelt der Film einen struk­tu­rel­len Rhyth­mus, der aus Wie­der­ho­lung, Unter­schied, Ver­meh­rung und Ver­min­de­rung besteht. 

DAMEN­BART­BLICK

Ulri­ke Göken & Jo Zimmermann

Deutsch­land 2017, 4’30“, Musik­vi­deo, ohne Dialoge

Bild­ge­stal­tung: Ulri­ke Göken & Jo Zim­mer­mann (Schlamm­peit­zi­ger), Alex Roma­nen­ko & Yulia Maka­ren­ko (Kota Utka)
Musik: Jo Zimmermann

„Damen­bart­blick“ ist eine Kol­la­bo­ra­ti­on des Künst­ler­du­os Schlamm­peit­zi­ger aus Köln mit dem Künst­ler­duo Kota Utka aus Kiew. Das Duo aus Köln schuf aus den eigen­wil­li­gen Fotos und Foto­ani­ma­tio­nen des ukrai­ni­schen Duos ein Musikvideo. 

Made for Kids — unser Kin­der­pro­gramm für klei­ne Besucher

ISLAND

Robert Löbl & Max Mörtl

Deutsch­land 2017, 2’30“, Ani­ma­ti­ons­film, kei­ne Dialoge

Pro­duk­ti­on: Robert Löbel
Musik & Ton: David Kamp 

Auf einer klei­nen Insel tref­fen ein Hau­fen son­der­ba­rer Krea­tu­ren aufeinander. 

ROS­SO PAPAVERO

Mar­tin Smatana

Slo­wa­kei 2014, 5’30“, Ani­ma­ti­ons­film ohne Dialoge

Buch: Iva­na Sujová
Musik: A. Saun­ders und M. Cou­sins, L. Dury, L. Ros­si, P. Hart und D. Arnold, J. Denon und M. Vickerage
Ton: Adam Kuchta
Pro­duk­ti­on: FTF VSMU

In einer Ster­nen­nacht sieht ein klei­ner Jun­ge mit dem Kopf voll Fan­ta­sien eine traum­haf­te Zir­kus­vor­stel­lung. Berauscht von zahl­lo­sen glit­zern­den Attrak­tio­nen, muss er fest­stel­len, dass der Ein­tritt zu teu­er ist und das Tor zwi­schen Traum und Wirk­lich­keit sich zu schlie­ßen beginnt. 

TIER­RA SIN MAL (LAND OHNE ÜBEL)

Kata­lin Egely

Däne­mark 2018, 21′, Ani­ma­ti­ons­film, ohne Dialoge

Musik: Ton­olec
Ton: Die­go Perez 

Schon immer haben Men­schen nach dem per­fek­ten Ort gesucht. Die­ser Kurz­film, der auf der Gua­raní-Mytho­lo­gie beruht, schlägt einen ande­ren Blick vor: Was, wenn das eigent­li­che Para­dies in uns selbst liegt, in der Har­mo­nie und Ver­ei­ni­gung alles des­sen, was lebt? 

WATER CYCLE

 

Lau­ra Stewart

Kana­da 2013, 1′, Ani­ma­ti­ons­film ohne Dia­lo­ge, Festival-Premiere

Pro­duk­ti­on: Film­aka­de­mie Baden-Württemberg

Eine Stop-Moti­on-Ani­ma­ti­on dar­über, wo der Regen herkommt. 

BAR­BERS CUT

Ediz Ana­vi

Tür­kei 2017, 2′, Ani­ma­ti­ons­film, Eng­lisch ohne UT, Festival-Premiere

Bild­ge­stal­tung: Murathan Özbek
Musik & Ton: Jingleberry
Pro­duk­ti­on: Pomus 

Ein Mann geht zum Fri­seur und fin­det sich plötz­lich in einer magi­schen Umge­bung wie­der. Spe­zi­el­le Werk­zeu­ge und bizar­re Haar­wuchs­tech­ni­ken ver­wan­deln ihn in vie­le ver­schie­de­ne Ver­sio­nen sei­ner selbst. 

Cha­nel Nr.2

 

Chris­toph Blankenburg

Deutsch­land 2017, 3’, Expe­ri­men­tal­film, Deutsch

Es ist nicht klar, was oben und was unten ist. Die Erd­an­zie­hungs­kraft ist auf­ge­ho­ben. Allein der Moment ermög­licht eine Ori­en­tie­rung – kurz, wir blei­ben rat­los zurück. Kali­brie­rung euryth­mi­scher Gedan­ken. Gebro­che­ne Syn­tax. Über­ge­ord­ne­te Raum­er­fas­sung. Gefühl auf Beton.